Was ist Osteopathie?

Der Begründer der Humanosteopathie war der Arzt Dr. Andrew Taylor Still (1828 – 1917) aus den USA.
In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Osteopathie von dem französischen Tierarzt Dr. Dominique Giniaux (+2004) erstmals auf Pferde übertragen. In Deutschland wurde die Pferdeosteopathie durch den Physiotherapeuten und Osteopathen Pascal Evrard (+2003) und Beatrix Schulte Wien, ebenfalls Physiotherapeutin und Osteopathin, im Jahre 1996 eingeführt.

Man kann die Osteopathie in 3 Teilbereiche gliedern

  1. Parietale Osteopathie
    Behandlung von Gelenken, Sehnen und Muskulatur; dies stellt auch den Schwerpunkt bei der Behandlung am Pferd dar.
  2. Kraniosacrale Osteopathie
    Die Behandlung basiert auf der funktionellen Abhängigkeit von Kranium (Schädel) und Sacrum (Kreuzbein).
  3. Viszerale Osteopathie
    Behandlung innerer Organe; aufgrund der Bauchdicke ist diese Behandlungsform beim Pferd direkt nicht möglich. Die Einflussnahme auf das viszerale System erfolgt indirekt durch die parietale sowie kraniosacrale Osteopathie.

Eine osteopathische Regel besagt, dass der Körper nur als Einheit funktioniert. Ein gutes Beispiel hierfür stellt ein Uhrwerk dar. Wenn nur ein Rädchen langsamer läuft, leidet der gesamte Mechanismus.
Hier kann der Osteopath regulierend eingreifen. Die Blockade wird gelöst, die daraus resultierende Bewegungseinschränkung damit beseitigt und der Körper kann wieder als “Einheit” funktionieren.